Zur Wertsteigerung einer Immobilie mittels der passgenauen Einrichtung
Am Anfang war der Raum.
Vom Quartier über das Gebäude bis zur Innenausstattung. Alles hängt miteinander zusammen. Eine hohe Flexibilität sowie eine klare Vision und Zielvorstellung für die zukünftige Nutzung einer Immobilie ist notwendig für die erfolgreiche Vermarktung und eine hohe Akzeptanz der Räume bei den Nutzern.
Bildquelle: Hugo Erfurth, Public domain, via Wikimedia Commons
Vordenker für flexible Räume: Ludwig Mies van der Rohe
“ Ich habe immer gerne große Räume gehabt, wo ich drin machen konnte was ich wollte, und ich habe oft mit Hugo Hering darüber diskutiert, der diese ‚Leistungsform‘ wie er das ausdrückte, verwirklichen wollte. Ich habe gesagt, Menschenskind, mach doch die Bude groß genug, da kannst du hin und her drin laufen, nicht wahr, nicht nur in einer vorgezeichneten Bewegung, oder was du dir gedacht hast, wie es benutzt werden soll. Wir wissen ja gar nicht, ob die Leute das so benutzen, wie wir es gerne möchten. Die Funktionen sind erstens mal nicht eindeutig und dann sind sie nicht beständig. Die wechseln viel schneller als der Bau.“
Quelle:
https://www.bauwelt.de/rubriken/videos/Mies-im-Gespraech-2123190.html
Ludwig Mies van der Rohes Zitat zur Planung großer und flexibel nutzbarer Räume aus dem Interview mit der Zeitschrift Bauwelt 1964 bildete den Startpunkt für einen Denkanstoß und eine gemeinsame Diskussion beim 2. Immobilien-Barcamp in Berlin, welch hohe Bedeutung flexibel nutzbare und gut gestaltete Räume für die Investoren und die Nutzer einer neuen Fläche haben. Die Teilnehmer brachten sich nach diesem offenen Intro, vorbereitet von Andre Flinterhoff zusammen mit dem Büromöbelhersteller Dencon, aktiv ein, tauschten Argumente aus und teilten ihr wertvolles Erfahrungswissen mit der Gruppe.
So wurde beispielsweise auch viel über die heutige und zukünftige Nutzbarkeit von Bestandsgebäuden für New Work Flächen und den maßgeschneiderten aktivitätsbasierten Planungsansatz für Büros gesprochen. André Flinterhoff berichtete aus der eigenen Erfahrung als Leiter der Bauabteilung eines großen Unternehmens, dass ganze Bürogebäude aus den 80er Jahren selbst bei ausgefeiltester Planung ungeeignet für New Work Arbeitswelten sind – und somit zukünftig deutlich im Wert sinken, weil ihnen die notwendige Raumtiefe fehlt. Nicht umsonst würden nun massenweise alte Industriehallen als Top-Flächen für New Work wiederentdeckt. Die Teilnehmer diskutierten über die Notwendigkeit passgenauer ergonomischer und teamorientierter Büroflächen, aber auch über Fehlschläge von New Work Büroflächen, die mit den spezifischen Anforderungen von Nutzern im Vorfeld nicht abgeglichen waren und nicht richtig funktionierten.
Auch die Auswahl der richtigen Einrichtung spielt eine große Rolle. Flexible Möbelkonzepte können sich ändernden Nutzungen besser anpassen und sind daher langlebiger als festes Mobiliar, welches womöglich sogar eigens auf die Architektur des Gebäudes angepasst wird.
In dieser hochgradig konzentrierten und engagierten 45 Minuten Session konnte so jeder Teilnehmer seinen Erfahrungshorizont erweitern und zeitgleich neue interessante Kontakte für zukünftige Kollaborationen knüpfen. Das Barcamp-Format mit seiner großen Themenvielfalt und auf aktiver Mitgestaltung ausgelegten Struktur ist prädestiniert für diese Art von ergiebigem und anregendem Wissensaustausch auf hohem Niveau.





